Glaubenssätze

Glaubenssätze begleiten uns durchs Leben. Zum Teil sind sie wie ungeschriebene Gesetzte die für eine Familie, eine Gruppe oder eine Gesellschaft gelten. Sie können für Anpassung und Integration in diese stehen. Sie können jedoch auch von geliebten Menschen oder nahe stehenden Personen an uns weitergegeben werden und wir nehmen sie an. Wir entwickeln daraufhin Strategien und Muster um diesen gerecht zu werden oder sie zu erfüllen. Wenn diese Glaubenssätze zu mächtig werden und wie in Stein gemeisselt auf uns wirken, dann kann dies uns stark in unserer Entwicklung behindern.

Nehmen wir den Satz «Bescheidenheit ist eine Zier.» An sich ein schön klingender Satz. Er könnte bedeuten, das alles im Leben im Massvollen sein sollte, vielleicht auch, dass wir für jeden etwas übrig lassen sollten. Ein Gemeinschaftsgedanke, der vielleicht dahintersteckt. Er kann jedoch auch anders interpretiert werden, da gibt es viele Variationen. Wird dieser Satz nun so interpretiert, dass es ins Extreme fällt, das die Person sehr bescheiden lebt und sich auch sehr zurücknimmt, hat das Folgen für diese. Sie investiert vielleicht gar nichts mehr in sich. Keine Ziele werden mehr möglich, vielleicht möchte sie gern doch dieser Satz hindert sie daran. Sie wird vielleicht alles den anderen ermöglichen, deren Ziele zu erreichen, nur ihre nicht.

 

Es braucht ein Erkennen und Umdenken. Aus dem Sollen und Müssen und nicht Dürfen, kann ein Machen und Tun werden. Sodass Ziele und Entwicklung wieder möglich werden. Dem Glaubenssatz seine Macht nehmen und die frei werdende Energie in seine Ziele stecken.

 

Madelaine Remus