Systemische Aufstellung

Zu diesem Thema gibt es einige gute Bücher (z.B. Thomas Schäfer »Was die Seele krank macht und was sie heilt» im KNAUR Verlag; Renate Daimler, Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed «Basics der Systemischen Strukturaufstellungen» im Kösel-Verlag), die die Methode und den wissenschaftlichen Nachweis versuchen zu erklären. Bei der systemischen Aufstellung gibt es verschiedene Herangehensweisen.

  • Personenaufstellung.

Bei dieser Methode werden mit Hilfe von freiwilligen Personen Fragestellungen des Klienten aufgestellt. Diese Personen stehen stellvertretend für ein Element aus der Fragestellung des Klienten. Der Klienten stellt diese in seinem System auf und durch Fragen des Coaches kommt das System in Bewegung. Der Klient beobachtet das Geschehen von aussen und kann dadurch seine Erkenntnisse und Folgerungen daraus ziehen.

  • Bodenanker.

Die Variante mit Bodenanker wird mit Papierblättern gemacht, die auf dem Boden gelegt werden. Die einzelnen Blätter stehen für Elemente aus der Fragestellung des Klienten. Dort stellt sich der Klient selbst auf die Blätter und kann sich in die einzelnen Elemente hineinfühlen. Der Coach begleitet den Klienten durch Fragen. Da der Klient seine Perspektive ändern kann und in die einzelnen Elemente hineinsteht. Ist es dem Klienten möglich neue Erkenntnisse daraus zu ziehen. Diese Variante eignet für Einzelcoachings oder intime Fragestellungen des Klienten.

  • Aufstellungsbrett.

Das Aufstellungsbrett wirkt spielerischer und kann Hemmungen abbauen. Die Methode bleibt jedoch ähnlich. Es werden Figuren für die einzelnen Elemente auf das Brett gestellt. Die zuvor durch die Fragestellung des Klienten festgelegt wurden. Der Coach begleitet durch Fragen den Klienten dabei. Der Klienten kann wiederum aus unterschiedlichen Perspektiven das Brett und sein System betrachten. Ebenso kann er in die einzelnen Elemente hineinfühlen und daraus Erkenntnisse gewinnen.

 

 

Es gibt spezielle Prozesse im Coaching, die die systemische Aufstellung nutzt um bestimmte Fragestellungen klären zu können. Dies kann dann punktgenau und passend zum Klienten genutzt werden.

 

 


Systemische Aufstellung zum Thema Geld
Systemische Aufstellung zum Thema Geld
Mögliches Lösungsbild nach dem Coaching
Mögliches Lösungsbild nach dem Coaching

 

Des Weiteren gibt es auch die therapeutische Aufstellungsarbeit. Dort wird die Fragestellung des Klienten aufgestellt und der Therapeut interpretiert daraus. Er kann dann Interventionen einleiten, die er durch Erfahrung und Erlerntem einsetzt. Zum Teil stellt sich der Therapeut in die Elemente des Klienten und seinem System um sein Therapiekonzept zu überprüfen. Durch die Interventionen versucht der Therapeut das System schneller zu Bewegen.

 

Ich bevorzuge das begleitende Coaching, in dem der Coach nur durch Fragen der Elemente und des Klienten das System in Bewegung kommt. Meist hat es einen eigenen Antrieb sich neu zu sortieren, wenn eine Verletzung vorliegt. Bei den Interaktionen zwischen den Elementen wird darauf geachtet, dass es wertschätzend und respektvoll bleibt. Da Worte schnell verletzend sein können. Es wird versucht dies zu vermeiden oder an einer anderen Stelle zu diskutieren. Häufig liegt eine Verletzung schon vor, welche den Klienten dazu bringt die Fragestellung aufzustellen. Ausgleich und Wertschätzung sind Ziele jedes Systems. Jedes Element möchte anerkannt und geschätzt werden und sucht seinen Platz darin.

 

 

Es ist eine wunderbare Methode seine Sichtweise und den Blickwinkel für eine Fragestellung ändern zu können. «Ein Bild sagt oft mehr als tauschend Worte» 

 

Madelaine Remus