Stress lass nach!

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Vereinfachte Darstellung der Stressauswirkung auf den Körper

Stress lass nach!

 

Wer hat nicht schon beobachtet, das zwei Menschen in der gleichen Situation unterschiedlich reagieren? Der eine meistert dies ohne Probleme und der andere kommt vielleicht ins Schwitzen und scheint überfordert. Und beide haben scheinbar die gleiche körperliche Voraussetzung. Nur eben unterschiedliche Wahrnehmungen von dieser Situation.

Negativer Stress und vor allem ständiger Stress wirkt sich auf unser Gehirn und unseren Körper mit verschiedensten Symptomen aus. Der eine wird schneller krank, weil sein Immunsystem durch den Stress reduziert oder inaktiv wird. Dem anderen kann es »auf den Magen schlagen» oder uns «Kopfzerbrechen» bescheren, »in die Hose» kann es ebenso gehen. Um einige Beispiele zu benennen.

Beim Stress gibt es unterschiedliche Ursachen. Den mentalen Stress, der durch negative Denkmuster und Glaubenssätze oder einer Pessimistischen Grundeinstellung verursacht wird. Wie z.B.: «Ich muss dies… und darf nicht das….», «Ich bin es nicht wert, das…», «Nur bei mir geht immer alles schief» und vieles mehr. Kränkungen verursachen ebenso Stress und machen uns krank. Wem tut schon dieser Satz gut? «Dein Kopf ist wohl nur zum Frisieren da, weil du nix kannst.» Emotionaler Stress ist eine weitere Ursache, die uns in Stress bringen kann. Gefühle wie Ärger, Angst, Wut, Trauer, sich klein fühlen und einiges mehr, können sich negativ auf uns auswirken.

 

In unserem Gehirn und im Körper werden verschiedene Prozess dadurch in Gang gesetzt. Die Ausschüttung von Stresshormonen nehmen zu, die wiederum sich auf die Immunabwehr negativ auswirken. Der Sympathikus ein Teil des vegetativen Nervensystems, der uns antreibt und uns wachhält, wird in Dauerbetrieb versetzt und aktiviert Herz und Kreislauf und noch einige andere Organe zum Dauerbetrieb. Der Blutdruck steigt und die Herzfrequenz, Magensäure wird vermehrt produziert und bestimmte Areale im Gehirn sind ebenso im Dauerfeuer und senden vermehrt Botenstoffe, die wiederum andere Bereiche beeinflussen. Für eine gewisse Zeit ist das auch gut so und nötig. Wie bei positiven Stress, wenn wir etwas erreichen wollen z.B. eine Vereinsfeier vorbereiten oder einen Berg besteigen wollen. Danach wird dann wieder alles runtergefahren und wir entspannen uns wieder. Der Sympathikus und die bestimmten Gehirnareale reduzieren ihre Aktivität und der Parasympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems) darf seine entspannende Tätigkeit ausführen. Beim negativen Dauerstress wird dieser blockiert. Wenn wir im Dauerbetrieb sind wird es früher oder später zu Schäden kommen. Weil eine Erholungsphase und die Chance auf Regeneration fehlen.

 

Jetzt kommt die gute Nachricht. Unser Gehirn ist «plastisch», d.h. es kann sich verändern und das in jedem Alter. Der Spruch «Was Hänschen nicht lernt, lernt Haus nimmer mehr» können wir aus unserem Leben streichen. Es ist eben auch nur ein Glaubenssatz, den wir ändern können. Durch Veränderung der Wahrnehmung von Stress, wie z.B. durch ein Coaching, das Gefühle, Glaubenssätze, Denkmuster oder Kränkungen verändert. Oder durch eine Stärkung der Persönlichkeit kann der Stress reduziert werden. Menschen mit geringerem Selbstwert kommen schneller in Stress als Menschen mit einem starken Selbstwert. Dadurch können neue Verbindungen im Gehirn entstehen, die eine Möglichkeit schaffen Stress oder stressigen Situationen besser zu bestehen.